Friday, January 19, 2007

The Galaxy

Bevor ich morgen zum Trainingskurs zurück nach Deutschland fliege, wollte ich mich noch mal melden, denn meine Wohnungssuche hat inzwischen ein Ende. Danke an alle, die mir die Daumen gedrückt haben. Wenn es auch nicht auf Anhieb geklappt hat, so habe ich zumindest bei meinem zweiten Besuch der Galaxy Towers dort eine Wohnung gefunden.

The Galaxy hatte mir als Wohnungskomplex sehr gut gefallen, weil die Gegend sehr schön ist, die Wohnungen teilweise eine Traum-Aussicht auf Manhatten haben und weil es weit und breit der einzige Komplex mit Schwimmhalle ist. Außerdem habe ich schon bei meinem ersten Besuch dort gemerkt, dass der Mix von Leuten sehr interessant ist.

Letzten Samstag habe ich mir deshalb weitere 5 Wohnungen in dem Komplex angeschaut, denn für die Wohnung vom letzten Mal stand der Auszugstermin wohl noch in den Sternen. Zwei von den besichtigten Wohnungen haben mir so gut gefallen, daß ich mich am Ende nur schwer entscheiden konnte. Die eine ist mit $2250 Monatsmiete zwar etwas teuer, hat dafür aber eine Luxusausstattung vom Feinsten: Kühlschrank mit eingebautem Wasserfilter, Badewanne mit Whirlpool etc. Die andere ist mit $2100 Monatsmiete etwas günstiger und hat zudem noch eine Traum-Aussicht auf Manhattan und den Hudson, dafür ist die Einbauküche dunkelbraun und schon etwas in die Jahre gekommen. Vor allem wegen des tollen Blicks habe ich aber dann die letztere Wohnung mit $1000 Anzahlung festgehalten. Die Einbauküche wird bis zu meinem Einzug am 1. Februar noch weiß gestrichen, so daß ich mich jetzt wirklich schon sehr auf die Wohnung freue.

Den Mietvertrag habe ich gleich vor Ort unterschrieben. Voraussetzung dafür waren $1000 "Good Will Deposit" zur Reservierung, mein Visum mit Arbeitserlaubnis im Paß und mein Arbeitsvertrag. Statt des Arbeitsvertrags hätte ich eigentlich ein Schreiben meiner Firma mitbringen sollen, auf dem das monatliche Gehalt und die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses garantiert werden. Aber da ich das so schnell nicht mehr hinbekommen hatte, habe ich kurzerhand meinen Arbeitsvertrag mitgenommen.

Inzwischen hat auch der Eigentümer der Wohnung den Mietvertrag unterschrieben, so daß eigentlich nichts mehr schiefgehen kann. Was noch fehlt sind Schecks über insgesamt $7520 für die erste Monatsmiete, 1,5 Monatsmieten Kaution, die Maklergebühr (10% der Jahresmiete) abzüglich der schon angezahlten $1000, sowie diverse "kleine" Beträge für die Hausverwaltung und die Fahrstuhlbenutzung beim Einzug. Ohne Sozialversicherungsnummer kein amerikanisches Bankkonto und ohne Bankkonto keine Schecks. Auch wenn die Maklergesellschaft die Bezahlung der Rechnungen notfalls auch bar akzeptiert hätte, bin ich meiner Firma dankbar, daß sie mir die Schecks erst mal vorgestreckt hat.

Morgen vormittag werde ich also wieder hinfahren, um meine "Employment-Garanty" und die Schecks abzugeben. Danach schaue ich mir den Ikea in Elizabeth, NJ mal aus der Nähe an. Dieser ist sehr dicht am Flughafen Newark gelegen, von dem aus ich dann abends nach Deutschland fliege. Das erste was ich hier brauch, ist ein Schlafsofa, denn mein Bett kommt ja erst mit den Umzugssachen.

Meine Umzugsfirma hatte ich letztes Wochenende gleich über meine künftige Adresse informiert, aber bis auf eine Empfangsbestätigung habe ich noch nichts weiter gehört. Wahrscheinlich dauert es etwas, bis ein Container verfügbar ist, der dann verschifft werden kann. Wenn das Schiff mit meinem Container von Bremen startet, werde ich nochmal informiert. Zumindest liegt es jetzt nicht mehr an mir.

Außerdem hat sich seit heute ein weiteres Problem gelöst: Ich bin jetzt wieder krankenversichert. Nachdem die DKV nähmlich nicht zu Potte gekommen ist und ich meine bestehende PKV schon zum 1.1.2007 in eine Anwartschaftsversicherung hab umwandeln lassen, war ich plötzlich gar nicht mehr krankenversichert. Heute früh hat mich Rainer von Werum Lüneburg geweckt und mir das fehlende Kreuzchen auf dem Antrag beschrieben. Ok, das Kreuz hab ich schon selbst vergessen, aber offensichtlich hat die Zweigstelle Lüneburg gepennt und die Zentrale auf "Dienst nach Vorschrift" geschaltet. Der Antrag ging von Backnang nach Lüneburg, von Lüneburg nach Köln und von Köln wieder nach Lüneburg zurück, was über einen Monat gedauert hat. Zum Glück haben wir das fehlende Kreuzchen innerhalb einer Stunde von Lüneburg nach New Jersey, von New Jersey nach Lüneburg und von Lüneburg nach Köln senden können, inklusive mündlicher Versicherungsbestätigung. Rainer bei Werum, Du bist heute mein Held!

Bin ja mal gespannt, ob die Sozialversicherungsnummer angekommen ist, wenn ich wieder aus Deutschland zurück bin. Da hab ich auch schon ein paar schlimme Stories gehört.

Ich meld mich wieder, wenn ich in The Galaxy eingezogen bin und ein paar Fotos von der Wohnung habe.

Sunday, January 07, 2007

Wohnungssuche

Dieses Wochenende war sicher eines der wärmsten Januarwochenenden, die New York je gesehen hat. Zudem war es gestern und heute sehr sonnig, also optimales Besichtigungswetter. Leider hab ich gestern meine Kamera vergessen , aber heute habe ein paar schöne Fotos mitgebracht, zu besichtigen im Picasa Webalbum Januar in NJ

Für die Wohnungssuche gibt es einige sehr hilfreiche Internetseiten, die ich teilweise schon in Deutschland studiert habe. Dazu gehören:
- http://www.apartments.com/
- http://www.rent.com/
- http://www.apartmentguide.com/ (auch als Büchlein im Supermarkt)

Den ersten Schock in Bezug auf die Preissituation für eine 2-Zimmerwohnung (1 Bedroom) im Norden von New Jersey (ab $1000) sowie für New York (ab $2000) hatte ich also schon hinter mir.

In Rostock hatte ich mich beim Surfen in die Liberty Towers verschossen. Die Apartments dort haben Aussicht auf die Freiheitsstatue und/oder Manhattan und bieten auch sonst den Komfort, den man für Preise zwischen $2100 und $2500 erwartet. Außerdem ist die Anbindung an Manhattan sehr gut, denn Fähre und die Zugstation sind um die Ecke.

Obwohl meine Kollegen mir davon abgeraten haben, vorallem wegen der langen Fahrzeit im Berufsverkehr, aber auch wegen einer berüchtigten Nachbarschaft, wollte ich die Wohnungen zumindest einmal von innen gesehen haben. Also habe mich für Samstag mit dem Verwaltungsbüro verabredet.

Mir wurden 2 verschiedene Wohnungen gezeigt, leider nicht die Wohnungen, die dann zu vermieten sind, sondern Modellwohnungen mit gleichem Grundriß, aber u.U. spiegelverkehrt und mit anderer Aussicht. Die erste Wohnung war mir viel zu klein. Das hatte ich nicht erwartet, weil diese mit ca. 750 Quadratfuß doch in etwa einer 70m² Wohnung entsprechen sollte. Was ich nicht bedacht hatte, waren die begehbaren Einbauschränke, die relativ viel Platz konsumieren und die Zimmer dann kleiner erscheinen lassen. Die 2. Wohnung war demensprechend größer (855 sqft) und entsprach schon eher meinen Vorstellungen. Aber irgendwie wollte es mir nicht gelingen, meine noch in Deutschland gelagerten Möbel dort räumlich unterzubringen. Also wurde mir noch eine 3. Option (900sqft) vorgeschlagen, leider ohne entsprechende Wohnungsbesichtigung. Positiv war auf jeden Fall, daß beide Wohnungen sehr modern mit Einbauküche und Wascher/Trockner eingerichtet waren. Die Aussicht ist schon geil, aber alles in allem war ich nicht so 100% überzeugt.

Also habe ich mir Samstag Abend nocheinmal aufgeschrieben, was mir wirklich wichtig ist an einer Wohnung. Es ist gar nicht so einfach eine Gewichtung zu finden, wenn man nicht alles haben kann. Irgendwie bin ich wohl ziemlich anspruchsvoll. Die Wohnung soll in der Stadt liegen mit ein paar Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants in der Nähe sowie einer guten Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel nach New York. Die tägliche Fahrzeit zur Arbeit sollte sich natürlich in Grenzen halten. Außerdem muß die Wohnung groß genug sein für die Möbel, die ich aus Deutschland mitbringe. Sie sollte ein moderne Einbauküche sowie ein gefliestes Bad mit Dusche besitzen und eine Möglichkeit zum Wäschewaschen. Ein Parkplatz oder besser noch eine Garage ist natürlich auch notwendig. Ein Fitnessstudio ist fast überall dabei, aber mir gar nicht so wichtig. Lieber wäre mir ein Pool oder besser noch eine Schwimmhalle, damit ich auch im Winter meine Bahnen ziehen kann. Wenn jetzt noch die Aussicht stimmt und TV sowie Internet funktionieren, bin ich schon glücklich ;-)

Und dann hab ich gesucht und gesucht und gesucht und immer wieder einen Haken gefunden. Zum Beispiel fand ich die Powder Mill Heights Appartements nicht schlecht. Sie liegen ganz in der Nähe von meinem Büro mit einer sehr schönen Aussicht auf die Gegend und bieten sogar eine Schwimmhalle. Problem: Man kommt nur mit dem Auto zum Einkaufen oder zur nächsten Zug-/Bushaltestelle. Die Gegend ist eine reine Wohngegend, noch dazu sehr hügelig. Backnanger, ihr hättet eure Freude daran!

Und dann habe ich doch noch etwas Interessantes über Google gefunden: The Galaxy in West New York, NJ. Hat scheinbar alles, wovon ich träume: Schwimmhalle, Aussicht, Busverbindung nach Manhatten, Shops und Restaurants in der Nähe, gute Wohngegend, Parkhaus, Einbauküche, Waschmaschine/Trockner, TV+Internet... Was bleibt, ist die lange Fahrzeit zur Arbeit.

Nachdem ich heute früh im Vermietungsbüro niemanden erreichen konnte (öffnet Sonntags von 11-6), habe ich einfach eine Email hingechickt und bin auf gut Glück ohne Termin drauflosgefahren, diesmal mit Kamera. Chaotisch wie ich bin, fahre ich einfach nach Erinnerung und Schildern. Meine Erinnerung hat bei der genauen Adresse leider gestreikt, aber immerhin wußte ich noch, dass ich über Fort Lee am Hudson langfahren muß und natürlich wie The Galaxy in etwa aussieht. Nach einer Stunde und nur wenigen Umwegen hatte ich mein Ziel erreicht und bin geradewegs ins Parkhaus gefahren. Die Security-Jungs waren sehr freundlich. Und nachdem ich erklärt hatte, wohin ich wollte, haben sie mir noch das richtige Stockwerk genannt. Ist schon etwas verwirrend, wenn die Lobby in der 18. Etage liegt. Auch den Parkplatz habe ich mir nicht gemerkt, weshalb ich hinterher in fast allen 16 Parkebenen suchen mußte.

Aber die Leute vom Vermietungsbüro, haben sich sofort an meine Email erinnert und mir alle Detailfragen beantwortet. Außerdem wurde ich im gesamten Komplex herumgeführt und durfte mir 3 Wohnungen anschauen, 2 davon noch bewohnt. Immerhin wuden die Mieter 20 min vorher angerufen, damit sie noch das Schlimmste bereinigen können. Man da würde ich vielleicht in Panik geraten.
Aussicht von The Galaxy
Was soll ich sagen, mir hat's gefallen. Eine Wohnung war dabei, die mir groß genug erschien (970 sqft) und im 21. Stock eine tolle Aussicht auf Manhatten und Jersey City hat. Auch der Preis lag mit $2050 deutlich unter den Liberty Towers, zumal hier Fitness, Pool, Gas und Strom inkl. sind. Leider war noch nicht klar, wann die Wohnung frei wird. Außerdem muß der Besitzer auch mit mir einverstanden sein und da gibt es ja schon noch ein paar Problemchen: keine Sozialversicherungsnummer, keine Kredithistorie, keine Bankverbindung...Aber geil wär's schon!

Tja und um diesen perfekten Tag noch perfekter zu machen, hab ich mich dann auf dem Rückweg wieder nur so in die falschen Richtungen treiben lassen. Statt in Fort Lee auf die I-80 West zu biegen, bin ich auf der 9 West gelandet, die mich immer weiter den Hudson lang 'gen Norden getrieben hat. Und da ich niemals den gleichen Weg zurücknehme, bin ich bis zur I-287 gefahren, die auch durch Morrisown führt. Naja, aber nur wenn man die richtige Richtung erwischt. $4 Brückenzoll muß man auf der Tappan Zee Bridge berappen, um dann auf der New Yorker Seite des Hudsons die 9 South fahren zu können. Da kommt man durch richtig nette Orte wie Irvington, Hastings-On-Hudson und Yonkers. Dann wurde der Verkehr immer dichter und der Tag immer dunkler und irgendwann war ich wieder auf der George Washington Brücke, von wo ich dann den Weg zur I-80 gefunden habe. Aber ganz ehrlich, ich habe den Umweg genossen.

Leute, drückt mir die Daumen, daß das mit The Galaxy klappt. Dafür würde ich die Fahrerei in Kauf nehmen. Und wenn ihr das lest, hinterlaßt ruhig mal einen Kommentar!

Thursday, January 04, 2007

Welcome to America

Jetzt bin ich endlich angekommen in meinem Wunschland. Meine erste Bleibe sind die Candlewood Suites in Morris Plains ganz in der Nähe von Parsippany, wo Werum seinen US-Sitz hat. Das Zimmer ist mit einem gigantischen Kühlschrank sowie mit Mikrowelle und Geschirrspüler ausgestattet. Witzigerweise ist nur sehr wenig Geschirr vorhanden, so daß ich den Geschirrspüler wohl nicht benutzen werde:-) Am Wichtigsten aber ist die 3GigEthernet-Verbindung im Zimmer, über die ich kostenfreien Internet-Zugang habe.

Der Anreisetag war ganz schön lang, zumal ich die Nacht zuvor kaum schlafen konnte. Um halb 4 sind wir aufgestanden, um noch in Ruhe zu duschen und zu frühstücken. Um halb 5 hat mich Inge dann mit dem Auto nach Hamburg gefahren. Ein Wahnsinn, wie voll die A20 am 2. Januar schon vor 5 Uhr mit LKWs ist, die 'gen Westen brausen. Zum Glück war es zu warm für Eis und Schnee, aber im Dunkeln bei heftigem Regen und Sturm zu fahren ist auch nicht so toll. Inge hat gemeint, daß Deutschland weint. Naja, ich jedenfalls habe mich gefreut, daß es endlich losging.
Anke am Flughafen Hamburg
Am Flughafen in Hamburg hatte ich noch einen letzten Schreck bekommen, als ich beim Check-In das Schild mit der Gepäckbegrenzung gelesen habe. Dort stand, daß Gepäck bis zu 23 kg ohne Aufpreis und bis max. 32 kg mit Aufpreis befördert wird. Außerdem werden pro Person nur bis zu 2 Gepäckstücke befördert. Ich hatte 2 schwere Koffer, meinen großen Rucksack und eine Tasche mit Papieren und Laptop dabei. Im Rucksack waren die Waschsachen mit Flüssigkeiten, die man ja im Handgepäck nur noch dosiert und in durchsichtigen Beuteln vepackt mitnehmen konnte. Außerdem war ich sicher, daß ich schon mit den beiden Koffern allein locker über die 32kg komme.

Aber der nette Mann von Continental hat mir dann erklärt, das die Gewichtsgrenze sich nur auf jeweils ein Gepäckstück bezieht. Keiner der Koffer hatte über 32kg und die wenigen Kilos über 23 sowie das 3. Gepäckstück hat er ohne Kommentar nach den recht ausführlichen Sicherheitsfragen eingecheckt.

Jetzt war es Zeit, mich von Inge zu verabschieden. Wir beide wußten, daß wir uns wahrscheinlich bald wieder sehen werden, denn ich muß in der Einarbeitungszeit noch Schulungen in Lüneburg absolvieren. Trotzdem war es ja irgendwie schon auch ein besonderer Abschied, denn ab nun würde ich meinen ständigen Wohnsitz in den USA haben. Wir haben uns deshalb mit vielen Wünschen sehr herzlich verabschiedet.

Nach der Handgepäckkontrolle und erneuten Sicherheitsfragen am Gate begann auch schon bald das Boarding. Ich hatte einen Fensterplatz kurz vor dem Flügel, so daß ich ein paar Luftaufnahmen über der Wolken und vom Landeanflug auf Newark machen konnte. Diese könnt ihr in meinem Picasa-Webalbum "Flug in die USA" ansehen.

Bei der Einreise-Abfertigung durch "Homeland Security" lief alles problemlos, auch wenn es etwas gedauert hat. Auch das Gepäck hat lange auf sich warten lassen. Ich hatte mir für $3 einen Wagen geholt, um alles bis zum Hertz-Mietwagen transportieren zu können. In Newark gibt es einen Airtrain, der die Terminals und Parkhäuser miteinander verbindet. Ist ähnlich wie in Frankfurt, aber mit mehr Stationen.

Beim Check-In in die Candlewood Suites habe ich gleich noch ein Netzwerkkabel bekommen. Nachdem alle Koffer im Zimmer waren, habe ich als erstes meinen Laptop angeschlossen und mit Inge über Skype telefoniert. Danach bin ich in den nächstbesten Supermarkt und habe erstmal den Kühlschrank gefüllt und noch etwas gegessen.

Am nächsten Tag war ich um 5 Uhr wach. Man bedenke die Zeitverschiebung von 6 Stunden. In Deutschland war es also schon kurz vor Mittag. Obwohl ich wußte, daß es wenig Sinn hat, vor 9 Uhr im Büro aufzutauchen, wollte ich am 1. Arbeitstag doch nicht so spät eintreffen. Und immerhin war um halb 9 schon ein Kollege da, mit dem ich mich unterhalten konnte. Die meisten sind aber zwischen 9 und 10 Uhr gekommen und dann habe ich einen vorinstallierten Laptop bekommen sowie einen "New Employee's Guide".

Gegen Mittag war ich dann bei der Behörde, um meine Sozialversicherungsnummer zu beantragen. Das Wartezimmer war recht voll und es hat ca. 1 Stunde gedauert, bis meine Nummer aufgerufen wurde. Die Leute haben über die Wartezeit geschimpft wie in Deutschland, aber eigentlich fand ich es gar nicht so schlimm. Immerhin gab es genug Sitzplätze. Witzig war aber ein Plakat, auf dem sinngemäß stand, daß es gegen das Gesetz verstößt, Mitarbeiter der Behörde anzugreifen oder mit einer Waffe zu bedrohen. Da könnte so Mancher erst auf die Idee kommen...

Jedenfalls kann es bis zu 8 Wochen dauern, bis ich die Social Security Number (SSN) bekomme, weil meine Daten erst noch von "Homeland Security" bestätigt werden müssen. Ohne SSN kein Bankkonto und kein Gehalt. Auch mit der Wohnung wird es vermutlich schwierig. Da hoffe ich mal optimistisch, daß die Bestätigung ganz schnell geht und die SSN schon nach 4 Wochen da ist.

Tja, das ist der Stand der Dinge. Nach Wohnungen habe ich im Internet schon von Deutschland aus gesucht. Aber ich muß mir diese auf jeden Fall vorher erst anschauen. Am Wochenende werde ich mir mal ein paar von den Gegenden anschauen und dann entsprechende Besichtigungstermine vereinbaren.

Heute habe ich erfahren, daß meine erste Schulung in Lüneburg schon vom 21. bis 28. Januar stattfindet. Bis dahin werde ich wohl kaum eine feste Bleibe haben. Schaun wir mal...